Ist „außergewöhnlich“ das neue Normal?

Bist du ein Kinder der 60er, 70er, 80er oder 90er und für dich ist es normal, dass man in die Schule geht, eine Ausbildung macht oder studiert und anschließend arbeiten geht? Selbstständigkeit bedeutet für dich viel Arbeit und meistens machen sich Menschen selbstständig, die in einer Sache richtig gut sind?
Und ist es für dich normal, dass man irgendwann ein Einfamilienhaus kauft?
Und auch normal, dass man mit dem Partner möglichst ein Leben lang verbringt?

Dabei hast du in den letzten Jahren auch immer mehr festgestellt, dass es viele Menschen gibt, die ihr eigenes Ding machen? Du liest im Internet von vielen Menschen, die alles aufgeben, um ein besonderes Leben zu leben? Du hörst Geschichten von Menschen, die dich animieren außergewöhnlich zu leben?
Alles, was du als normal und richtig gelernt bekommen hast, erscheint in den Augen dieser Menschen nichtig und wertlos, etwas das es nicht lohnt zu verfolgen.

Und vielleicht hast du dich inzwischen anstecken lassen und denkst dir: Was mache ich eigentlich mit meinem Leben? Was kann ich tun, um besonders zu sein? Wie kann ich mein volles Potenzial entfalten?

Achtung! Das ist kein Artikel, der dich anleitet wie du dein Potenzial entfaltest! Das ist auch kein Ratgeber, der dir sagt, was richtig für dich ist!

Heute wollen wir darüber sprechen, was die aktuellen Entwicklungen mit dir machen und wie du eine gesunde Distanz warst, um dich nicht zu verirren.

Die Entwicklung der letzten Jahre

  • Viele Menschen haben ihre Jobs hinter sich gelassen und sind auf Reisen gegangen. Von unterwegs aus machen sie viele Videos und Inhalte, die andere Menschen animieren, ebenso alles hinter sich zu lassen und einen neuen Weg zu gehen. Diese Inhalte triggern den Abenteurer in dir, der sich nach mehr sehnt als den 08/15 Leben, das du aktuell hast. Es wird dir suggeriert, dass alles, was diese Menschen erreicht haben auch ganz einfach und mit Leichtigkeit für dich erreichbar ist. Dabei wird nicht nach deiner Situation gefragt, sondern es werden Ratschläge gegeben wie „Geh einfach auf Reisen. Der Rest ergibt sich schon.“
  • Viele junge Menschen stampfen in kurzer Zeit neue Unternehmen aus dem Boden. Die „alten“ Hasen fühlen sich damit völlig überfordert. Sie wissen nicht wie es geht über’s Internet ein Geschäft schneller aufzubauen. Die „alten“ Selbstständigen müssen jetzt gefühlt zusätzlich zu ihrem Tagesgeschäft noch lernen, um überhaupt mithalten zu können. Sie haben ihre Geschäfte früher mit harter Arbeit, viel Netzwerken und Mund-zu-Mund-Propaganda aufgebaut.
  • In sozialen Netzwerken werden Influencer und Jungunternehmer oft gefragt, ob man überhaupt studieren soll. Dass diese Fragen von 16 – 18jährigen so oft gestellt werden zeigt, wie sehr unser Bildungssystem an Vertrauen verloren hat. Wer sich bildet verliert in den Augen vieler junger Menschen schlichtweg Lebenszeit. Lebenszeit, in der man hätte einfach ein Business aufbauen können, auch ohne Schulabschluss oder Ausbildung. Was für junge Menschen zählt, sind heute oftmals coole Vorbilder und Coaches, die in kurzer Zeit zu viel Besitz gekommen sind, auch ohne Ausbildung.
  • Menschen, die in einem festen Job arbeiten, bekommen in sozialen Netzwerken suggeriert, dass man auf Teufel komm raus ein eigenes Geschäft aufbauen soll. In Gruppen mehren sich die Fragen und Texte von Menschen, die sich mit dieser Anforderung überfordert fühlen. Sie sind eigentlich zufrieden mit ihrem Job, doch wissen nicht recht ob es in Ordnung ist, zufrieden zu sein. Schließlich machen alle irgendwie etwas nebenher, verwirklichen sich und machen ihr Leben irgendwie besonders. Diese Menschen fühlen sich minderwertig, weil sich sie nicht außergewöhnlich leben und auch nicht danach streben.
  • Von Seiten der digitalen Nomaden wird suggeriert, dass es das einfachste ist, sich ein Online-Business aufzubauen, am besten mit Coaching, am besten mit hohen Preisen. Reisen und arbeiten kann so einfach sein.
  • Ein wenig belächelt werden alle, die sich ihr Leben danach aufbauen wie es vor ein paar Jahren noch normal war. Schule, Ausbildung, Partnerschaft, Familie, hier und da reisen und irgendwann in Rente gehen.

Diese ganzen Entwicklungen zeigen, dass die Überforderung gegenüber den vielen Entscheidungen, die wir haben, zunimmt.

Das Problem

Kein Problem haben all jene Menschen, die sich fern halten von sozialen Medien. Sie leben einfach ihr Leben. Es ist ihnen total egal, was in den Social Media passiert. Sie bekommen nicht mit, welche Möglichkeiten es noch gibt und interessieren sich auch nicht dafür.

Auch haben alle kein Problem, die 2012 oder 2013 angefangen haben, sich ein Online-Unternehmen aufzubauen. Der Wettbewerb war gering, die Anzeigenpreise günstig, der Markt war extrem wachsend und scheinbar funktionierte alles, was man machte. Diese Menschen haben heute ein solides Unternehmen, vorausgesetzt, sie haben ihre Unternehmensbasis gut aufgebaut.

Ein Problem bekommen jedoch all jene, die irgendwie in diesem „normalen“ Leben mit Hamsterrad gelandet sind und in den Medien verfolgen, welche Alternativen es gibt.

Diese Menschen bekommen mit jedem Blick in die Social Media suggeriert, dass es noch so viel zu entdecken gibt. Wer zuhause bleibt und irgendwie 08/15 lebt, würde was verpassen, würde seine Möglichkeiten nicht nutzen, seine Potenziale nicht entfalten und sich bzw. die eigene Arbeitskraft ausbeuten lassen sowie sich um die eigene Lebenszeit bringen, weil man schließlich sein Leben auf die Rente verschieben würde.

So wird einem das zumindest gezeigt, gemeinsam mit dem Aufruf das Leben nicht zu verschieben, lieber sein eigenes Ding zu machen und heute das Leben zu leben, das man normalerweise in der Rente leben wollen würde.

Warum „außergewöhnlich“ gerade zum neuen Normal wird

So viele Menschen machen sich gerade auf den Weg, ihr Leben außergewöhnlich zu leben und die Anzahl steigt.

Dabei fällt gar nicht auf, dass wir uns langsam daraufhin bewegen, dass das nicht mehr „außergewöhnlich“ ist, sondern irgendwie normal wird.

Wir folgen einer kleinen Anzahl an Menschen, die die Botschaft herausschreien „Mach es wie wir!“. Doch das ist nicht außergewöhnlich, das ist normal. Menschen suchen Führung. Menschen suchen Vorbilder und Menschen machen, was Erfolg verspricht.

Doch zu folgen ist nichts Besonderes.

Außerdem wird „außergewöhnlich“ immer normaler je mehr Menschen sagen „Ich will außergewöhnlich leben“. Wenn jeder außergewöhnlich lebt, ist das schon wieder normal.

Was wirklich außergewöhnlich ist

Eigene Bewertungssysteme

Da die Suche nach Bewertungen nicht nur auf Amazon üblich ist, suchen wir alle auch Bewertungen anderer zu den Entscheidungen des Lebens.

Ist es gut ein Haus zu kaufen? Ist es ok, wenn ich eine Weltreise mache? Sollte ich Kinder bekommen? Ist es ok, wenn ich meinen angestellten Job mag? Was muss ich tun, um … ? Wie sollte ich mich fühlen, wenn … ?

Außergewöhnlich bist du, wenn du dein eigenes Hirn benutzt, wenn du aufhörst nach der Meinung anderer zu suchen. Aber Achtung! Das bedeutet auch, dass du die Bewertungssysteme aus deiner Kindheit hinter dir lässt. Diese kommen nämlich von deinen Eltern.

Lerne dich kennen und finde heraus, was du denkst, wie du Dinge bewertest, wie sie für dich in Ordnung sind. Für dich ganz individuell.

Und wenn du feststellst, dass du dich pudelwohl fühlst auf der Arbeit, dann ist das super. Niemand muss unbedingt in die Selbstständigkeit.

Viele Menschen übernehmen auch im Bereich der Werte alles von außen und stehen nicht für sich ein. Sie trauen sich nicht ihre Meinung zu sagen, weder vor dem Chef, noch in Social Media. Sie übernehmen, was gezeigt wird und stellen nicht in Frage.

Doch deine eigenen Werte bestimmen maßgeblich, was dich glücklich macht. Dich ganz persönlich.

Google einmal „Werteliste“ und du findest tolle Ergebnisse. Schon beim Durchlesen kannst du spüren, bei welchen Werten du dich wohlfühlst.

Ein Leben nach deinen Werten und nicht danach, was vor 20 Jahren funktioniert hat oder was scheinbar heute erstrebenswert ist, ist, was es sich immer lohnt zu verfolgen.

Unabhängig von der Meinung anderer leben und anderen dieselbe freiheit schenken

Egal, was gerade „in“ ist und was nicht, so ist es normal, schon immer, dass wir uns auch von der Meinung anderer beeinflussen lassen. Wirklich außergewöhnlich ist es und das wird es auch immer sein, wenn wir zu 100% unabhängig denken. Wir bewerten selbst und das reicht uns dann aus. So kann wirkliche Zufriedenheit entstehen.

Weiterhin gehört dazu, dass du anderen dieselbe Freiheit schenkst. Denn oftmals leiden wir nicht nur darunter, dass wir uns vergleichen und von der Meinung anderer abhängen, sondern bewerten auch selbst, was andere tun. Wir bewerten, ob das gut oder schlecht ist und lassen andere Menschen spüren, ob das für uns passt oder nicht.

Außergewöhnlich ist, wenn du andere Menschen sein lässt, so wie sie sind. Wirklich sein lässt, nicht nur akzeptieren, sondern annehmen und die Unterschiede umarmen.

Vorsichtig mit Social Media umzugehen

Leider ist Social Media heutzutage so normal, dass es normal ist, dass das Smartphone fester Bestandteil der Hand ist.

Doch Social Media ist dafür gemacht, dass es dich abhängig macht, dass du immer wieder reinschaust.

Mit jedem Reinschauen, wird deine Unzufriedenheit genährt und du bekommst schon wieder neue Impulse.

Außergewöhnlich ist heute, wer Social Media maximal zur Verbreitung der eigenen Botschaft für das eigene Geschäft nutzt und sonst nicht mehr reinschaut.

Positiv daran ist auch, dass du dich damit selbst aus der Falle des ewig Suchenden entlässt. Wenn du nicht ganz so viele Impulse von außen bekommst, suchst du weniger und bist zufriedener mit deinem Leben im hier und jetzt.

Beachte immer, dass jemand mit dir Geld verdienen möchte und ganz besonders viel verdienen möchte, wenn du haderst, unsicher bist und Rat suchst.

Verbindlichkeit

Ein großes Wort, das es für viele Menschen nicht mehr gibt. Die vielen Entscheidungen und Möglichkeiten sorgen dafür, dass sich Menschen nicht mehr festlegen. Sie möchten das noch und hier noch … dort drüben noch ein bisschen… und vielleicht nochmal das probieren…

In einer Welt, in der Menschen irgendwie besonders leben möchten, bleiben Werte wie Verbindlichkeit und Familie auf der Strecke. Die Suche nach Freiheit und Sinn vereinnahmt so sehr, dass man sich nur noch über kurze Zeiträume für etwas verbindlich einsetzt. Jede Verbindlichkeit könnte schließlich die Freiheit gefährden.

Doch ohne Verbindlichkeit keine Tiefe.

Erst, wenn du lange an einer Sache dran geblieben bist, werden sich tiefere Schichten einer Beziehung oder eines Themas entfalten.

Wer sein Glück im hier und jetzt steuert

Das Glück muss man nicht auf der Welt suchen. Es benötigt keine Weltreise, um glücklich zu sein.

Das Glück beginnt, wenn du deine Verantwortung dafür im hier und jetzt anerkennst. Dafür musst du deinen Job nicht hinschmeißen. Dafür musst du nicht Tausende von Euros ausgeben. Dafür musst nur nur erkennen dass du jederzeit und in jedem Augenblick selbst in der Hand hast wie du die Dinge betrachtest.

So wie du die Welt, die Menschen, die Momente, Worte und Gedanken betrachtest, werden sie sein. Deine Gedanken schaffen Wirklichkeit.

Wenn du dich dafür entscheidest, mit kleinen Aktionen mehr Verantwortung für dich zu übernehmen, bist du außergewöhnlich.

Denn dort draußen gibt es A. viele, die gar keine Verantwortung übernehmen und B. Menschen, die denken, glücklich ist man nur, wenn man Großes schafft.

Fazit

Lebe wie es dir gefällt! Aber lebe!

Wenn es dich glücklich macht ein Haus zu kaufen mit deinem Partner, Kinder zu bekommen und jeden Tag die Brötchen zu verdienen, um euch ein schönes Leben zu schaffen ist das genauso gut wie, wenn du eine Weltreise machst und dich nochmal ganz neu entdeckst.

Egal, was du tust, lass alles los, was du im Internet siehst, was du vorgelebt bekommen hast und schaffe dir deine Realität selbst.

Lasse dabei besonders auch eines los. Deine eigenen destruktiven Gedanken. Alles, was dir Sorgen bereitet und dich zum Grübeln bringt, kann raus.

Renne auf keinen Fall den Träumen anderer hinterher! Diese Verlockung ist so groß, weil die Bilder im Internet so schön sind.

Doch das alles sind Fotos. Besinne dich darauf, dass ein Foto meist in einer Shooting-Atmosphäre entsteht und nicht wirklich der Realität entspricht.

Kennst du diese Videos, in denen junge Menschen ein Event durch die Aufnahme auf ihrem Smartphone erleben, weil sie so mit dem aufnehmen beschäftigt sind? Und ein älterer Mensch steht daneben und schaut einfach nur hin? Ist einfach nur da?

Wer willst du lieber sein?

Die Basis für deinen Erfolg

Erfolg bedeutet für jeden Menschen etwas anderes.

Achtung! Das war gerade die wichtigste Botschaft überhaupt: FÜR JEDEN ETWAS ANDERES.

Als Kinder gewinnen wir durch unser Umfeld und die Medien jedoch oft den Eindruck, dass materieller Erfolg = persönlicher Erfolg ist.

Doch du kennst bestimmt Menschen, die eigentlich alles haben und doch unglücklich sind, oder?

In diesem Artikel wird etwas genauer betrachtet, was Erfolg nun eigentlich ist.

Der Erfolg hat neben der finanziellen Sicherheit auch zahlreiche andere Bedeutungen. Zum einen ist es die Möglichkeit das zu erreichen, was man sich vorgestellt hat. Der Erfolg kann aber auch auf folgende Art und Weise interpretiert werden:

➠           Es ist das, was man sich vorgenommen hat, auch zu erreichen.

➠           Es ist die Möglichkeit einen guten Beitrag für das Team zu leisten.

➠           Mehr Verantwortung für sich oder seine Arbeit übernehmen.

➠           Die Möglichkeit die eigene Persönlichkeit zu entfalten.

➠           Sich weiterentwickeln.

➠           Ein Umfeld aus liebevollen Beziehungen aufbauen.

➠           Und natürlich auch beruflich vorankommen

Wichtige Glücks- und Erfolgsbereiche

Wer zu Extremen neigt, sucht den Erfolg immer in einem Bereich des Lebens und vernachlässigt einen anderen. Das ist über eine kurze Zeit möglich, sorgt über längere Zeiträume jedoch für Frust.

Als Mensch benötigst du eben nicht nur die Arbeit oder Geld, sondern auch soziale Beziehungen, Zuspruch, den Glauben an die Zukunft und an dich selbst.

Beruf

Dein Beruf muss nicht deine Berufung sein, jedoch sollte das Gesamtpaket deiner Aufgabe passen. Zu deinem Beruf gehört zum einen das Fachliche: Was musst du wissen? Was musst du können?

Aber auch diese Fragen solltest du beantworten können: Wo willst du arbeiten? Zu welchen Zeiten willst du arbeiten? Mit wem willst du arbeiten?

Meist sind hier nicht unsere lange durchdachten Antworten die Richtigen, sondern Erfahrungen. Wenn du heute das Gefühl hast, etwas passt nicht und dich zieht es in eine andere Richtung, probier es aus! Meist lernst du direkt vor Ort, was zu dir passt und was eben nun mal auch nicht.

Vorsicht ist geboten, wenn du dazu neigst, deine Interessensgebiete schnell zu wechseln. Das kann dazu führen, dass du schnell viele verschiedene Jobs ausprobieren würdest und irgendwie in keinem so richtig glücklich wirst.

Schau dazu einmal weiter unten und finde erst deine Werte bevor du einen allzu bunten Lebenslauf kreierst.

Geld

Etwas zu essen, Freizeitbeschäftigungen, die Wohnungseinrichtung oder Reisen. Für alles gilt: Ohne Moos nichts los!

Natürlich spielt Geld eine Rolle dabei wie zufrieden du bist. Du kennst mit Sicherheit Familien oder bist selbst in einer aufgewachsen, in der über Geld viel gestritten wurde.

Es ist daher nur allzu verständlich, dass du es satt hast, über’s Geld nachzudenken und dass du einfach genug verdienen möchtest.

Jedoch: Lege einen Betrag fest, der dir deinen Lebenswandel ermöglicht und auf diesen arbeitest du hin.

Wenn du dir kein Ziel festlegst, wirst du keines erreichen.

Anschließend ist es natürlich wichtig, dass du zufrieden bist, wenn du diese Ziele erreichst. Was bringen dir Erfolge, wenn du sie nicht genießen kannst?

Beachte auch, dass Geld zwar ein Baustein ist, aber allein nicht glücklich macht. Vernachlässige also nicht soziale Beziehungen für Geld.

Wichtig ist zum Thema Geld auch, dass du aufarbeitest mit welcher Einstellung zu Geld du aufgewachsen bist. So kannst du feststellen, falls du dich selbst blockierst.

Blockaden können entstehen, wenn du eigentlich glaubst, dass man für Geld unmoralische Dinge tun muss oder wenn du glaubst, dass Geld nur Leute verdienen, die andere abzocken.

Körper

Wie definierst du, wann du mit deinem Körper zufrieden bist? Lege auch das für dich fest und arbeite dann daran.

Wenn du für dich klar definierst, was Erfolg für dich bedeutet, beziehst du am besten jede hier genannte Ebene mit ein.

Berücksichtige auch, wofür du deinen Körper benötigst. Vielleicht möchtest du mit deinen Kindern spielen können. Vielleicht möchtest du aktive Urlaube verbringen. Vielleicht ermöglicht dir dein fitter Körper, deine beruflichen Ziele zu verfolgen.

Egal, was es ist, lege fest, wofür.

Geist

Geistig erfolgreich? Ok, das gibt es vermutlich nicht. Was damit gemeint ist, sind „softe“ Themen, die zu deinem Erfolg gehören wie z. B. deine Einstellung zur Welt.

Du kommst auf die Welt und wächst dann in einer Umgebung auf, die dich beeinflusst. Es entwickelt sich ein Bild dessen wie dein Leben im Optimalfall verläuft. Ebenso denkst du wie deine Umgebung bzw. nimmst deren Weltbild an.

Wenn du schon immer ziemliche Probleme damit hattest, dich anzupassen und du viel rebelliert hast mit deinem Umfeld, steht in dir vermutlich etwas in Konflikt.

Mit einer hohen Wahrscheinlichkeit ist ein Konflikt deiner Werte und deiner Umgebung entstanden. Wie du damit umgehst, wie du darüber denkst, entscheidet nun, ob du glücklich und erfolgreich wirst oder nicht.

Du kannst jetzt denken, dass du nicht reinpasst und dich immer wieder versuchen anzupassen, dann wieder rebellieren und doch wieder resignieren, oder du lässt deine alten Vorstellungen und Bewertungen los.

Das bedeutet Arbeit an dir selbst. Du lässt Bewertungen los, die du übernommen hast und die eigentlich nicht mit dir räsonieren. Stattdessen erschaffst du dein eigenes Bewertungssystem. Du wirst frei für alle Entscheidungen und alles ist gut; Hauptsache, dir geht es gut.

Zum Bereich Geist gehört auch dein Glaube. Dieser muss nicht religiös sein, jedoch übernimmt dein Glaube eine wichtige Funktion. Er schenkt dir Hoffnung und Vertrauen.

Das ist wichtig, denn auf deinem Weg wirst du immer wieder vor Herausforderungen gestellt und je nachdem wie viel du dir selbst vertraust und wie gut du mit Unsicherheit umgehen kannst, wirst du Herausforderungen mit Leichtigkeit meistern.

Umfeld

Gehört für dich dein Umfeld oder deine Familie zum Erfolg? Wie genau sieht dieser Erfolg aus?

Definiere deinen Erfolg auch in diesem Bereich deines Lebens. Gewichte wie viel Zeit du diesem Lebensbereich schenken magst und was du für ein Mensch sein willst in dieser Umgebung.

Zu einem erfolgreichen und erfüllten Leben gehört dieser Bereich definitiv dazu. Ältere Menschen, die es versäumt haben, sich eine Familie aufzubauen, sind meist einsam. Leider kann man sich als junger Mensch oft noch nicht vorstellen wie es im Alter sein mag, jedoch ist es sinnvoll hier immer mal wieder aus der Perspektive des Alters zurückzuschauen.

Wenn du dir vorstellst, dass dein Leben bald vorbei ist und dir überlegst wie du gelebt haben möchtest, verlieren manche heutigen Probleme an Bedeutung und andere Bereiche werden auf einmal viel wichtiger.

Vision

Ein wichtiger Faktor für deinen Erfolg ist es, ob du eine Vision für dein Leben hast. Jeder von uns kennt Menschen, deren Leben irgendwie sinnlos ist bzw. sich so anfühlt, obwohl sie scheinbar alles haben, was man braucht zum glücklich sein.

Eine Vision gibt eine Richtung und Sinn.

Um eine Vision zu entwickeln, ist es wichtig, ganz ehrlich mit sich zu sein und sein Leben einmal im Rückspiegel zu betrachten.

Finde heraus, welche Stationen wichtig für dich sind, wer mit dir Zeit verbringt und wie du bist.

Um deine Vision optimal zu entwickeln, sind deine Werte wichtig (folgt).

Die Basis: Deine Werte!

Deine Werte machen dich aus. Sie treiben dich an und lassen dich Entscheidungen treffen. Deine Werte sind die Motivation, dich für etwas einzusetzen oder es eben auch zu lassen.

Wenn du in Konflikt zu deinen Werten lebst, wirst du traurig oder gar depressiv.

Deine Werte findest du am besten heraus, indem du dir Zeit nimmst und dein bisheriges Leben betrachtest.

➠ Warum hast du entschieden wie du entschieden hast?

➠ Was hat dich motiviert?

➠ Wofür stehst du ein?

Werte können so etwas sein wie Freiheit, Wachstum, Liebe, Verbundenheit, Sicherheit, Ruhe, Stabilität, …

➠ Nach was strebst du?

Wenn du dich mit all den oben genannten Bereichen beschäftigst und für dich Antworten gefunden hast, bleibt die Umsetzung.

Handelst du konform zu deinen Werten, setzt du federleicht um. Du machst das automatisch.

Musst du oder möchtest du dich irgendwo umprogrammieren, erfordert das etwas mehr Engagement.

Wichtig sind 3 Punkte:

Trag die Konsequenzen!
Es kann sein, dass du irgendwo die Richtung ändern musst. Das bedeutet, es geht nicht so weiter wie bisher. Veränderung bedeutet immer ein Verlassen der Komfortzone.

Plane deine konkreten Schritte!
Was musst du tun, um deine Vision zu leben? Notiere wirklich alles auf.

Vertraue dem Prozess!
Glaub an dich und deine Träume. Glaub daran, dass du auf dem richtigen Weg bist, wenn du deine Lebensvision verwirklichst. Rückschläge gehören dazu. Ein gewisses Urvertrauen leitet dich durch diese Zeiten.